7 Zitate über Pausen und Ruhe, die Kreative erinnern Stopps einzulegen
- Teresa & Maurizio Maier

- vor 4 Tagen
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 16 Stunden

Foto: Aliona Zueva/Canva
Inhaltsverzeichnis:
Warum wir alle öfter innehalten sollten
Manche Aussagen treffen uns genau im richtigen Moment. Meist beinhalten sie nicht völlig neue Erkenntnis, sondern weil sie etwas aussprechen, das wir tief in uns eigentlich längst wissen und es gut auf den Punkt gebracht wurde.
Gerade kreative Menschen kennen das Spannungsfeld zwischen Inspiration und Erschöpfung. Da sind Ideen, Projekte, Deadlines, Erwartungen und oft auch der Wunsch, allem gerecht zu werden. Die Pause rutscht dabei schnell ans Ende der Prioritätenliste.
Dabei sind es oft gerade die Momente des Nichtstuns, die neue Klarheit bringen. Die besten Ideen entstehen nicht selten unter der Dusche, beim Spazierengehen oder während einer Kaffeepause.
Vielleicht liegt darin auch ein Geheimnis kreativer Menschen. Der Autor Mason Currey hat in seinem Buch „Daily Rituals“ die Gewohnheiten berühmter Künstler, Schriftsteller und Denker untersucht. Dabei zeigt sich ein spannendes Muster: Die besten Ideen entstehen oft nicht während konzentrierter Arbeit, sondern in genau diesen Zwischenräumen. Die Muse scheint selten auf Kommando zu erscheinen. Sie besucht uns häufig dann, wenn wir ihr Raum lassen. Deswegen sind Pausen nicht nur wichtig für unsere Erholung, sondern auch für unsere Kreativität.
Die folgenden sieben Pausen- Zitate erinnern immer wieder daran, dass Ruhe keine Belohnung für geleistete Arbeit ist. Sie ist ein Teil davon.
Ob Schriftstellerinnen, Philosophen oder Autoren – Menschen aus ganz unterschiedlichen Zeiten haben über die Bedeutung von Pausen nachgedacht.
Ihre Worte zeigen, dass die Herausforderungen zwar heute anders aussehen mögen, die menschlichen Bedürfnisse aber dieselben geblieben sind: Wir brauchen Momente zum Durchatmen.

1. „Fast alles wird funktionieren, wenn du es für ein paar Minuten aussteckst – einschließlich dir selbst.“
— Anne Lamott
Anne Lamott ist eine amerikanische Schriftstellerin, die für ihre ehrlichen und oft humorvollen Texte über das Leben bekannt ist. Ihre Bücher handeln von Kreativität, Glauben, Selbstzweifeln und dem ganz normalen Chaos des Alltags.
Was ich an diesem Zitat liebe: Es ist so einfach und gleichzeitig so wahr.
Wir gönnen unserem Handy einen Restart. Auch unserem Computer, wenn er nicht mehr richtig funktioniert. Nur bei uns selbst versuchen wir oft weiterzumachen, obwohl die Warnsignale längst aufleuchten.
Vielleicht brauchen wir manchmal nichts weiter als einen kurzen Neustart.

2. „Wenn wir nicht lernen zu pausieren, wird unser Körper irgendwann für uns pausieren.“
— Terri Guillemets
Was für eine zeitlose Botschaft!
Wer schon einmal über längere Zeit zu wenig geschlafen, ständig funktioniert oder Warnsignale ignoriert hat, kennt die Wahrheit dahinter.
Unser Körper spricht mit uns. Erst leise. Dann etwas deutlicher. Und irgendwann so laut, dass wir nicht mehr weghören können.
Als Achtsamkeits- und Burnout-Präventionstrainer begegnet uns dieser Gedanke immer wieder: Pausen sind nicht das Gegenteil von Leistung. Sie machen Leistung überhaupt erst möglich.
Doch selbst wenn wir das wissen, fühlen sich Pausen manchmal unproduktiv an. Genau deshalb mag ich das nächste Zitat so gerne.

3. „Manchmal ist das Produktivste, was du tun kannst, dich auszuruhen.“
— Mark Black
Mark Black ist Autor und Motivationsredner. Nach einer Herztransplantation beschäftigt er sich intensiv mit Resilienz und nachhaltiger Leistungsfähigkeit.
Dieses Zitat stellt eine weitverbreitete Annahme auf den Kopf.
Wir messen Produktivität oft an erledigten Aufgaben. Aber wie oft messen wir die Qualität unserer Energie?
Eine halbe Stunde Pause kann manchmal mehr bewirken als zwei weitere Stunden erschöpftes Arbeiten und nichts weiterbringen.
Auch lange vor Smartphones und digitalen Ablenkungen wussten Menschen, wie wichtig es ist, bewusst Raum für Stille zu schaffen.

4. „Eine halbe Stunde Meditation ist absolut notwendig – außer, wenn man sehr beschäftigt ist. Dann braucht man eine ganze Stunde.“
— Franz von Sales
Sind wir ehrlich- eine Stunde Meditieren ist richtig lang als ungeübte Person und die meisten verstehen meditieren auch falsch. Ich sehe dieses Zitat eher im übertragenen Sinn. Gerade an einem hektischen Tag braucht es Kontemplation und innere Ruhe um alle Aufgaben gut zu meistern. Anstatt zu sagen: „Heute habe ich keine Zeit für eine Pause.“, wäre der gedankliche Twist „Gerade heute nehme ich bewusst kleine Pausen.“ Diese müssen nicht lang dauern, einmal kurz strecken, bewusst atmen oder paar Schritte an die frische Luft.
Das Faszinierende: Obwohl dieses Zitat mehrere hundert Jahre alt ist, wirkt es erstaunlich modern. Gesagt soll es Franz von Sales im 16. Jahrhundert haben, einer der bedeutendsten spirituellen Lehrer seiner Zeit.

5. „Die Zeit, die wir uns nehmen, ist die Zeit, die uns etwas gibt.“
— Ernst Ferstl
Der österreichische Lehrer und Schriftsteller Ernst Ferstl ist bekannt für seine pointierten Aphorismen.
Dieses Zitat erinnert daran, dass Zeit nicht nur etwas ist, das vergeht oder genutzt werden muss. Zeit kann auch nähren. Eine Stunde in der Natur fühlt sich oft anders an als eine Stunde vor dem Bildschirm.
Nicht jede Minute muss produktiv sein, um wertvoll zu sein.

6. „Die Natur eilt nicht, und dennoch wird alles erreicht.“
— Laozi
Laozi gilt als Begründer des Taoismus und lebte vermutlich im 6. Jahrhundert vor Christus.
Dieses Zitat ist für uns wie ein tiefes Atemholen.
Wenn wir die Natur beobachten, sehen wir keinen Stress, keine Eile und keine Hektik. Und doch wächst alles. Alles entwickelt sich. Alles geschieht zur richtigen Zeit.
Vielleicht dürfen auch wir darauf vertrauen, dass nicht alles sofort passieren muss.
Zum Abschluss noch ein Gedanke von einem Menschen, dessen Beruf Kreativität war.

7. „Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens.“
— John Steinbeck
John Steinbeck, Nobelpreisträger für Literatur, wusste, wie viel Konzentration kreative Arbeit verlangt. Kreativität entsteht nicht nur durch Tun. Sie braucht Freiraum. Leere. Pausen.
Viele kreative Menschen suchen nach mehr Inspiration, obwohl sie vielleicht zuerst mehr Erholung brauchen.
Vielleicht inspiriert dich diese Aussage um Ausruhen nicht als Unterbrechung kreativer Arbeit, sondern als ein Teil davon zu sehen.
Schlussgedanken zu den Pausen-Zitaten
Welches dieser Zitate hat dich heute am meisten angesprochen?
Zusammengefasst haben alle diese Zitate eine gemeinsame Botschaft:
Wir müssen uns Ruhe nicht verdienen.
Pausen sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind kein Luxus für Menschen, die gerade Zeit übrig haben. Sie sind ein grundlegendes Bedürfnis – genauso wie Schlaf, Bewegung oder Nahrung.
📖 WEITERLESEN: Blogartikel "Nervensystem stärken durch Ernährung"
Besonders für kreative Köpfe, die oft reizoffener und hochsensibel sind, mehr Impulse verarbeiten und so schneller überstimuliert sind, sind Pausen wichtig.
Vielleicht ist auch genau jetzt ein guter Moment, kurz innezuhalten.
Nicht, um noch effizienter zu werden. Sondern einfach, um wieder bei dir selbst anzukommen.
👉🏻 AUSPROBIEREN: Nimm die Erinnerung für Pausen in deinen Alltag.
Ich bin ja ein riesiger Post-it Fan (mein Mann kann davon Lieder singen 😉) Ist es ein Zitat wert es als Merkhilfe zu deinem Schreibtisch zu hängen? Oder dir als Handyhintergrund abzuspeichern?
Hinter Detailsinn stehen Teresa & Maurizio –
selbst kreative Köpfe, die Burnout erlebt und den Weg zurück gefunden haben. Heute zeigen wir anderen Kreativen wie man vor Energie und Ideen sprüht statt auszubrennen.
Zert. Trainerin für Achtsamkeit & BurnoutpräventionDipl. Mentaltrainer & Zert. Waldbaden-Trainer






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