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Wie Kreative 2026 gesund arbeiten können

  • Autorenbild: Teresa Maier-Zötl
    Teresa Maier-Zötl
  • 26. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Frau betrachtet Inspirationswand beim Arbeitsplatz

Kreativ arbeiten war noch nie so spannend – und gleichzeitig so fordernd wie heute. Deadlines, parallele Projekte, ständige Erreichbarkeit, neue Tools (hallo KI) und ein Dauerstrom an Reizen verlangen unserem Fokus einiges ab.

Viele kreative Köpfe merken: Nicht nur Ideen fehlen – sondern auch die innere Ruhe & Kraft, sie umzusetzen. So ging es Maurizio und mir viele Jahre als Fotografenpaar auch.


Warum Zeitmanagement alleine nicht reicht


Noch ein Tool, noch ein System, noch eine bessere Planung? Für viele Kreative ist das nicht die Lösung.

Denn das eigentliche Problem ist, in der verfügbaren Zeit aufgrund eines überreizten Nervensystemes keine Ruhe und keinen Fokus zu finden.

Wenn dein inneres System permanent auf Alarm steht, wird Kreativität mühsam statt spielerisch.

Mehr Disziplin hilft hier nicht. Auch nicht mehr To-Do Listen. Was fehlt, ist Bewusstsein & Selbstregulation.



Der Umgang mit Fokus

Wenn wir von Fokus sprechen, meinen wir die Fähigkeit, unsere Aufmerksamkeit gezielt und nachhaltig auf eine Aufgabe zu richten. Das klingt einfach – ist es jedoch nicht in einer Umgebung, die von Ablenkungen geprägt ist. Johan Hari schreibt darüber sehr eindringlich in seinem Buch "Stolen Focus".

Forschung aus Neurowissenschaft und Psychologie zeigt auch, dass Stress und Info-Überlast die bewusste Steuerung von Aufmerksamkeit erschweren und die Qualität unseres kreativen Denkens verringern können. (1)


Fokus ist also keine Frage von Willenskraft, auch nicht von Charakter. Er ist ein Zustand. Kreative kommen dann in Flow, wenn die innere Anspannung locker lässt, sich der Körper sicher fühlt, Reize verarbeitet werden können.

Genau hier setzt Achtsamkeit & Selbstregulation an: es geht darum wahrzunehmen, was gerade da ist – und gezielt gegenzusteuern, bevor Erschöpfung entsteht.



Selbstregulation: das fehlende Bindeglied

Selbstregulation bedeutet nicht Rückzug oder weniger Leistung. Im Gegenteil.

Sie hilft klarer zu denken, fokussierter zu arbeiten und kreative Energie langfristig zu erhalten.


Dazu gehören:

  • kleine körperbasierte Übungen (z. B. Atem, Haltung, Bewegungsabläufe)

  • mentale Klarheit statt Gedankenkarussell

  • bewusste Pausen, bevor der Akku leer ist


Das Entscheidende: Selbstregulation passiert nicht im Kopf allein. Der Körper ist immer mit im Spiel – ob wir wollen oder nicht.

Daher sind körperbasierte Übungen die den Vagusnerv, unseren Ruhenerv aktivieren besonders wertvoll.

Sie wirken "Bottom up" wie es in der Fachsprache heisst, was bedeutet dass sie im Körper beginnen und von dort Signale senden den Geist zu beruhigen. (2)

Dieser Weg ist in Kombination mit mentalen Strategien (“Top-down”) gerade bei Stress oder Überforderung unschlagbar.



Was es braucht um gesund kreativ zu arbeiten

Kreative Leistungsfähigkeit 2026 braucht mehr als gutes Zeitmanagement. Sie braucht einen bewussten Umgang mit Reizen, Stress und Energie.


Sie braucht heute:

  • weniger Selbstoptimierung

  • mehr Selbstwahrnehmung

  • weniger „Augen zu und durch“

  • mehr bewusste Regulation


Nicht perfekt. Nicht esoterisch. Sondern alltagstauglich.

Das ist kein Rückzug aus Leistung. Es ist die Voraussetzung dafür, dass Kreativität bleibt.

Denn Kreativität darf fordernd sein – aber sie muss nicht dauerhaft erschöpfen.



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Fotocredit: Be Easy/ Canva


Quellen:



 
 
 

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